Abrechnung der fiktiven Reparaturkosten: Teure Vertragswerkstatt vs. günstige freie Werkstatt

Der BGH hatte sich aktuell in seiner Entscheidung (Urt. v. 11.11.2015, Az. IV ZR 426/14) mit der Frage der Abrechnung der fiktiven Reparaturkosten gemäß Arbeitsleistungen einer (teureren) Vertragswerkstatt und einer (günstigeren) freien Werkstatt auseinanderzusetzen.

Antwort des BGH, wie so oft: „Es kommt darauf an..“

Konkret auf die Versicherungsbedingungen im Einzelfall und die Erforderlichkeit, die Reparatur in einer Vertragswerkstatt durchzuführen.

Grundsätzlich habe der Versicherungsnehmer nach Auffassung des BGH dann Anspruch auf Ersatz der Koten einer markengebundenen Werkstatt, wenn nur in dieser eine vollständige und fachgerechte Instandsetzung seines Fahrzeugs möglich ist.

Weitere Gründe für die Ersatzfähigkeit der teureren Kosten im Einzelfall liegen vor, wenn es sich um ein neueres Fahrzeug oder um ein solches handelt, das der Versicherungsnehmer bisher stets in einer markengebundenen Fachwerkstatt hat warten und reparieren lassen.

Den Versicherungsnehmer trift dann die Darlegungs- und Beweislast für diese Umstände.

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