Elternzeit als Vater nehmen? Warum nicht!

Lange Zeit ein Tabu-Thema, doch mittlerweile gesellschaftlich mehr und mehr akzeptiert:

Als werdender Vater Elternzeit in Anspruch zu nehmen.

Dabei ist zu beachten, gemäß §§ 15 ff. BEEG 7 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin – sofern der Vater die ersten Wochhen und Monate des Kindes anwesend sein möchte – einen schriftlichen Antrag beim Arbeitgeber zu stellen.

Hier muss sich der Vater verbindlich für die zu nehmende Zeit für die nächsten 2 Jahre festlegen. Kommt das Kind zu früh auf die Welt, so stellt dies einen dringenden Fall im Sinne der Norm dar für eine angemessene kürzere Frist als die geltende 7-Wochen-Frist.

Es reicht  aus, dass der Vater deutlich macht, dass die Zeit „ab Geburt“ genommen werden soll, sodass sie der Arbeitgeber dann ab dem tatsächlichen Geburtstermin zu gewähren hat. Dem Arbeitgeber ist in diesem Fall dann der tatsächliche Geburtstermin nachträglich mitzuteilen.

Eine weitere Alternative bei nicht genau zu bestimmendem Geburtstermin ist es, die Zeit für die Lebensmonate des Kindes anzugeben. So reicht es aus, wenn der Antrag umfasst, Elternzeit für die Lebensmonate 1,2,3 usw. des Kindes nehmen zu wollen.

Der Arbeitgeber hat dann die Elternzeit zu gewähren, wenn er nicht betrieblich Gründe darlegen kann, die im Ausnahmefall gegen die Gewährung sprechen.

 

 

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