Keine Mangelhaftigkeit bei Gebrauchsuntauglichkeit

Ist eine Leistung anders, aber gleichwertig ausgeführt, liegt eine Mangelhaftigkeit nicht vor und begründet keine Schadenersatzansprüche des Bauherren.

Der Bauherr beauftragte den Auftragnehmer mit der Lieferung und Montage eines Wärmedämmverbundsystems an seinem Haus, dass der Bauherr anschließend veräußerte. Nachdem der Auftragnehmer das WDVS angebracht hat und den restlichen Werklohn geltend machte, verweigerte der Bauherr die Zahlung und machte darüber hinaus Schadenersatzansprüche geltend. Der Bauherr machte geltend, dass das WDVS statt mit Brandschutzlamellen mit durchlaufendem Brandschutzriegel über der Bauwerksöffnung ausgeführt wurde und behauptete damit eine mangelhafte Leistung. Ein gerichtlich eingeholtes Sachverständigengutachten ergab, dass die Ausführung mit Brandschutzriegel zulässig und gleichwertig ist.

Damit liegt keine Gebrauchsuntauglichkeit vor und damit keine Mangelhaftigkeit, denn die Ausführung entspricht nach wie vor den Systemvorgaben des Herstellers der WDVS. Die vom Bauherren gelten gemachten Schadenersatzansprüche wurden allesamt abgewiesen.

OLG Düsseldorf, 14.04.2015, Az.: 23 U 82/14

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