Absage an das „heiße Mäuschen“

Täglich gehen in deutschen Unternehmen tausende Bewerbungen per e-mail ein. Eine komfortable und zeitsparende Sache für den Bewerber und den Unternehmer. Der Kandidat muss die Unterlagen nicht ausdrucken, keinen Umschlag und Briefmarken kaufen, etc. Bequem vom häuslichen Schreibtisch zum neuen Job. Auch die Unternehmen wissen mittlerweile die Vorteile der „Online-Bewerbung“ zu nutzen, müssen sie nun nicht mehr die zahlreichen Bewerbungsmappen zurücksenden.

 Allerdings gibt es bei Bewerbungen, die e-postalisch zum potentiellen Arbeitgeber gelangen, einige wichtige Regeln zu beachten, die sich vielleicht im ersten Moment belanglos anhören, aber in der Praxis oft zu einem entscheidendem Kritierium bei der Auswahl des „richtigen“ Kandidaten  führen.  Eine phantasievolle oder gar erotisch „angehauchte“ Mail-Adresse des Absenders kann schnell eine negative Assoziation bei dem Personaler hervorrufen (z.B. heisses.maeuschen@hot.de oder auch wolfi66@provider.com) bevor er überhaupt die e-mail geöffnet hat. Und bekanntlich zählt der erste Eindruck!

Der Arbeitgeber darf zwar im Internet über den Bewerber Recherchen anstellen. Insbesondere Recherchen in sozialen Netzwerken stehen an der Tagesordnung. Jedoch ist es dem Arbeitgeber grundsätzlich nicht gestattet, in sozialen Netzwerken, in denen der private Aspekt im Vordergrund steht (z.B. schülerVZ, studiVZ, wkw, facebook, …) zu recherchieren. Hier ist die Einwilligung des Bewerbers erforderlich.

Es dürfte aber jedem klar sein, dass der Bewerber von derartigen Recherchen nichts mitbekommt und die Gründe für die Absage  nicht genannt werden.

 Daniela Morbach

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